Gebäude ohne Keller „ Vorbereitung für die Bodenplatte“

Nach der Fertigstellung der Arbeiten an der Frostschürze wie betonieren und ausschalen können säntliche Grundleitungen wie Leehrrohre für die Hausanschlüsse zu den dazu vorgesehenen Stellen im Gebäude verlegt werden.
Desweiteren müssen sämtliche Abwasserleitungen (KG-Rohre) mittels Druckprobe auf Dichtigkeit mit Dichtigkeitsprotokoll  zur Vorlage für die zuständigen Behörden geprüft werden.

Bei ausführung mit Bögen (KG Rohre, Bögen) bei den Hausanschlüssen dürfen nur 15 Grad Winkel verwendet werden.
Nach Abnahme der Grundleitungen der zuständigen Behörde ( Abwasserzweckverband) können sämtliche Leitungen mit Sand zum Schutz vor Beschädigungen ummantelt werden.
Restlicher Höhenausgleich der Grundleitungen und Frostschürze wird mit geeigneten Hinterfüllmaterial wie z. B. Frostschutzkies aufgefüllt und mittels einer Rüttelplatte verdichtet.
Die Auffüllung geschieht auf vorgesehenem Höhenniveau, wenn dies erledigt ist,
werden die Fundamentgräben im Inneren des Gebäudes auf Ihre Höhenlage ausbetoniert.

Sollte aus statischen Gründen lt der berechneten Statik, Bewehrungsstahl (Baustahlmatten) vorgesehen sein, müssen diese vor dem ausbetonieren der Fundamente eingebaut werden.

Desweiteren muss auf dem verdichteten Unterbau eine Kapelarbrechende Kiesschicht mit mindestens 10-15cm stark eingebaut werden.

Erklärung: Kapelarbrechendbrechende Schicht = Wasserbrechende Schicht

Dann wird eine extra dafür zugelassene, nach DIN vollflächige Perimeterdämmung eingebracht.
Zur Beachtung: Diese muss eine hohe Druckfestigkeit wegen der kompletten Gebäudelast aufweisen, wird laut Statik berechnet und nachgewiesen!

Auf die verlegte Perimeterdämmung wird nun eine PE Folie vollflächig verlegt und die Stöße werden verklebt, so dass keine Betonschlämme in die Stöße der Perimeterdämmung eindringen kann.
Weiter geht es nun mit der Vorbereitung zum betonieren der Bodenplatte.
Die komplette Bewährung muss laut berechneter Statik auf Abstandshalter mindestens 4 cm hoch eingebaut werden.

Im Zuge der Bewährungsarbeiten muss umlaufend ein VA 4 Edelstahlerdungsband mit Anschlußfahne im Technikraum (Heizraum, Hausanschlüsse, Strom) verlegt werden.

Nach Abnahme der Bewährung durch den Statiker kann anschließend die Bodenplatte betoniert werden.

Das betonieren der Bodenplatte finden Sie im nächsten Blog Beitrag.

Baugrube ” Gebäude ohne Keller”

Wird das Gebäude nicht unterkellert, so muss eine frostsichere Gründung des Gebäudes sicher gestellt werden.
Dies erfolgt in Teilschritten:
a,
sorgfältige Planung für sämtliche Lehrrohre, die massgenau zu Ihrer Lage im Gebäude unter der Bodenplatte verlegt werden müssen, z.B. Hausanschlüsse wie Wasser, Strom, Gas, Erdwärme und die ganzen Grundleitungen mittels KG- Rohre für die Hausentwässerung.

Diese Ausführung erfolgt immer immer in Absprache mit den zuständigen Behörden und nach dem genehmigten Entwässerungsplan.
So wie im 1. Teil Baugrube schon beschrieben, mit den vorangegangenen Planungen und Ausführungsschritten z.B. Humus abtragen, Schnurgerüsteinmessung des Gebäudes und Fundamentaushub, Frostschürze usw. kann nun begonnen werden.

b,
Der Aushub der Frostschürze erfolgt mittels eines Baggers, Tiefe 1m – 1,20m.
Desweiteren müssen auch die Fundamentgräben im inneren des Gebäudes und sämtliche Grundleitungen und Hausanschlüsse ausgebaggert werden, siehe Bild.
Wenn die Aushubarbeiten soweit abgeschlossen sind, wird eine Sauberkeitsschicht aus Beton in die Gräben der Frostschürze eingebaut.

Nach der neuesten EnEv müssen die Fundamentgräben eingeschalt und komplett mit zugelassener Dämmung (Styrodur oder wertgleich oder besser) die den DIN Anforderungen entsprechen gedämmt werden und mit dem zugehörenden Befestigungsmaterials versehen werden.
Anschließend kann die Schalung inclusive Dämmung auf die angegebene Höhe ausbetoniert werden.
In die Frostschürze der Schalung müssen auch die dementsprechenden Aussparrungen für die Hausanschlüsse und Entwässerung vorgesehen werden.

Als nächstes Erfahren Sie in unseren News mehr über die Ausführung der Bodenplatte.

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Planung und Spatenstich Ihres Eigenheims

Nach der Planerstellung, was in der Regel die meiste Zeit durch einen Architekten ausgeführt wird mit sämtlichen Berechnungen z.B. neueste EnEV Berechnung, Brandschutz, Schallschutz, statische Berechnung und eventuelle erforderliche Bodengutachten.
Werden die kompletten Bauplanunterlagen bei der zuständigen Behörde eingereicht und nach Genehmigung der Planunterlagen wird ein Bauunternehmen zum Bau des Eigenheimes beauftragt.

Dieser wird sich nun das Baugrundstück ansehen und dann die nächsten erforderlichen Schritte unternehmen.
Das ist in der Regel die Überprüfung ob sich auf dem Grundstück irgendwelche Strom, Wasser oder Telefonleitungen befinden.
Das Freimachen des vorgesehen Baugrundstücks durch Altlastenist Sache des Bauherrn.
Danach folgt die Planung des Baugrubenaushubs.
Dazu wird das zu bauende Gebäude erst einmal laut Planunterlagen von einem zugelassenen Vermessungsingenieurbüro mit den technischen dazu vorgesehenen Vermessungsinstrumenten z.B. Theotolit auf Lage und Höhe Millimeter genau eingemessen.
Das Messergebnis muss bei der zuständigen Baubehörde durch das Ingenieurbüro eingereicht werden.
Nach Überprüfung der Messergebnisse kann dann erst der ausgewählte Bauunternehmer beginnen.
Anschließend werden vom Bauunternehmer die technisch dafür vorgesehenen Baumaschinen zur Baustelle transportiert und es kann mit dem Aushub begonnen werden.
Die Tiefe des Baugrubenaushubs wurde vom Vermessungsingenieurbüro nach den Bauplanunterlagen festgelegt.
Wenn genügend Platz auf dem Baugrundstück ist, wird der Humus vorsichtig abgetragen und seitlich in Mieten (max. 2m hoch) gelagert, zur späteren Wiederverwendung z.B. für die Außenanlagen.
Es wird so viel Erdreich wie für die Hinterfüllung des Arbeitsraumes benötigt wird seitlich gelagert.
Das restliche Erdreich wird mit Lastwagen abtransportiert und sachgerecht in Deponien kostenpflichtig entsorgt.

Handelt es sich um ein Hanggrundstück, so muss auch eine eventuelle Hangsicherung berücksichtigt werden um einen Abrutsch des Erdreichs oder um eine Gefährdung eventueller Nachbargebäude auszuschließen.

Zur Sicherung von Baugruben gibt es mehrere Möglichkeiten:
• Anlegen von Böschungen
• Verbau von Spundwänden
• oder durch Spritzbeton
• Bodenverfestigungen

Für die richtige Wahl des Verbau’s sind gründliche Vorbereitungen zu treffen, es wird dafür ein Statiker beauftragt.

Nach dem Aushub wird durch den Bauunternehmer das Schnurgerüst erstellt und das Vermessungsingenieurbüro muss dann die Eckpunkte ausmessen.

Fazit: Vor dem ersten Spatenstich ist eine Menge zu erledigen…