Energiefresser oder nicht

DSCI9462 Neubau 2014 nach den neuesten Standards und der EnEV

Jedoch können die  wenigsten Hausbesitzer sagen, wie viel Energie Ihr Haus schluckt.    In Deutschland wird noch immer  Rund ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs für Heizung und Warmwasserbereitung aufgewendet.                                                          Dass sich das ändert, dafür ist der Energieausweis vonnöten, er soll Abhilfe schaffen.

Der Energieberater bewertet den Zustand von Fenstern, Wänden Heizung und Dach und erstellt einen Energieausweis.                                                                                              Mit der neuen Energiesparverordnung EnEV 2014 muss in Zukunft ein Eigentümer beim Verkauf seiner Immobilie dem Käufer einen korrekten Energieausweis übergeben, falls nicht, drohen Bußgelder bis 15 000.- €                                                                              Auch nach Fertigstellung eines Neubau’s muss dem Bauherren (Eigentümer) unverzüglich ein Energieausweis übergeben werden!                                                        Für sanierte Gebäude erhält der Eigentümer einen EnEV, bei denen energetische Berechnungen des Jahres-Primär Energiebedarfs durchgeführt wurde.

Einem Mieter oder Käufer ist der EnEV oder eine Kopie desselben spätestens bei der Besichtigung vorzulegen und nach dem Kauf oder Mietvertrag zu übergeben!

Jeder neu ausgestellte Energieausweis erhält künftig eine Registriernummer nach §26c EnEV 2014, welche im Ausweisformular vom Aussteller einzutragen ist. Weitere Details dazu finden Sie unter Kontrollsystem Energieausweis.                                                 Künftig werden Enegieausweise und Inspektionsberichte Stichprobenartig kontrolliert! 

Die Bundesregierung setzt bei den Gebäuden in Deutschland auf Klimaschutz.              Bis 2050 soll der gesamte Gebäudebestand nahezu klimaneutral werden.
Um dies zu erreichen, werden nach und nach die gesetzlichen Grundlagen verschärft. Wichtige Schritte in diese Richtung leisten die Novellierung der EnEV (Energieeinsparverordnung) und des EnEG (Energieeinsparungsgesetz).
Am 1. Mai 2014 ist die Novelle der EnEV in Kraft getreten. Sie legt fest, dass die energetischen Standards für Neubauten ab Januar 2016 in einem Schritt um 25 Prozent steigen.

Die EnEV gilt für alle beheizten und gekühlen Gebäude oder Gebäudeteile.

> Sonderregelungen greifen, wenn Gebäude nicht regelmäßig geheizt, gekühlt oder genutzt werden wie z.B. Ferienhäuser.                                                                                   > kurzzeitig errichtete Gebäude wie Zelte oder Traglufthallen                                                 > bei speziellen Nutzungen wie Ställe, Gewächshäuser  und  Vergleichbares

Änderungen Gegenüber der EnEV 2009                                                                             Die EnEV 2009 hatte schon das Anforderungsniveau für neue und bestehende Bauten veschärft.                                                                                                                           Eine zweite Stufe der Verschärfung für Neubauten erfolgt jetzt in der EnEV 2014.   Keine nennenswerten Verschäfungen treten hingegen für Bestandsbauten ein.

Folgende Änderungen treten in Kraft:                                                                               * Für Neubauten werden ab 2016 die primärenergetischen Anforderungen   (Gesamtenergieeffizienz) um 25 % verschärft.                                                                       * Für Außenbauteile von neu gebauten Nichtwohngebäuden werden ab 2016 die energetischen Anforderungen um etwa 20% erhöht.                                                              * Die zulässigen Transmissionswärmeverluste über die Gebäudehülle von Wohngebäuden müssen ab 2016 etwa 20% höheren Anforderungen genügen als noch bei der EnEV 2009.                                                                                                                         * Alte Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden, müssen nach bestimmten Regelungen ausgetauscht werden. Kessel die nach dem 01.01.1985 eingebaut wurden, müssen nach 30 Jahren außer Betrieb genommen werden.                                                                                                                               Wurden die Heizkessel bereits früher eingebaut, dürfen sie schon ab 2015 nicht mehr betrieben werden. Ausnahmen gelten für Niedertemperatur- und Brennwertkessel sowie für bestimmte selbstnutzende Ein und Zweifamilienhäuser.                                                   * Wenn oberste Geschossdeckennicht die Anforderungen an den Mindestwärmschutz erfüllen, müssen sie ab 2016 gedämmt sein (U-Wert <0,24W/m2K).                               Die Forderung gilt als erfüllt, wenn das Dach darüber gedämmt ist oder den Mindestwärmeschutz erfüllt.                                                                                                    * Neu eingeführt werden die Energieeffizienzklassen A+ bis H im Energieausweis für Wohngebäude. Der Bandtacho auf dem Energieausweis wird neu ausgelegt bis zum Höchstwert von 250 kWh/(m2a)
* Wer Wohnungen verkauft oder vermietet ist künftig dazu verpflichtet, in Immobilienanzeigen und Internetportalen bestimmte Angaben aus dem Energieausweis zu benennen. Liegt ein Energieausweis mit Energieeffizienzklasse vor, muss auch die dortige Einstufung veröffentlicht werden.
* Wer Wohnungen verkauft oder vermietet, ist künftig dazu verpflichtet den EnEV – Ausweis an Käfuer oder Mieter zu übergeben. Der EnEV muss bereits bei der Besichtigung vorgelegt werden.
* Um den Regelungen mehr Nachdruck zu verschaffen werden EnEV in Zukunft kontrolliert. Solche Stichproben wird es auch für Inspektionsberichte von Klimaanlagen geben.
* Wer Gebäude berechnet bei denen Strom primäenergetisch genutzt wird, muss hierfür den gesenkten Faktor von 2,4 zugrunde legen. Ab 2016 gilt der Faktor 1,8                            * Dem §1 der EnEV wurde eine neue Formulierung hinzugefügt um die Verordnung zu untermauern- es geht darin um Einsparung von Energie in Gebäuden und die Umsetzung der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung bis zum Jahr 2050                                    * Neuer Referenzklimastandort ist Potsdam, nicht mehr wie bisher Würzburg                      * Die novellierte DIN V 18599:2011-12 und die Berichtigungen vom Mai 2013 werden als Berechnungsgrundlage festgesetzt                                                                                          * Die Fassung der DIN 18599 Ausgabe 2007-2 ist damit auch für den öffentlich-rechtlichen Nachweis nicht mehr gültig.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Wer berechtigt ist, Energieausweise für bestehende Gebäude auszustellen, wird in § 21 EnEV geregelt. Die Ausstellungsberechtigung für Neubauten, Änderungen oder Erweiterungen von Gebäuden (bisheriger Energiebedarfsausweis) wird in der EnEV nicht geregelt. Dies bleibt Sache der Bundesländer.

Wer zur Ausstellung von Energieausweisen für bestehende Gebäude berechtigt sind, erfahren Sie unter:

 http://de.wikipedia.org/wiki/Energieausweis#Ausstellung

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