Gesetzliche Unfallversicherung

Baustelle   Unfall

Im letzten Blog habe ich über den Werdegang der Berufsgenossenschaft berichtet, heute geht es um die gesetzlich festgelegte Unfallversicherung (Arbeitsunfälle) der Berufsgenossenschaft für den Bau.

Jeder Arbeitnehmer, der in einem Arbeits –oder Ausbildungsverhältnis zu einem Unternehmen steht ist gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert. Der Versicherungsschutz besteht ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht, Familienstand, Nationalität oder Einkommen.

Der Versicherungsschutz besteht auch bei Auslandseinsätzen, wenn die Entsendung durch die Art der Tätigkeit (kurzfristige Reparatur, Baustelle) oder vertraglich im Voraus begrenzt ist.

 Beschäftigungsverhältnis = die persönliche Abhängigkeit des Beschäftigten vom Arbeitgeber

 z.B.der Beschäftigte kann seine Tätigkeit im Wesentlichen nicht selbst frei bestimmen, er ist in dem Betrieb des Arbeitgebers eingegliedert und unterliegt hinsichtlich Zeit, Ort. Art und Dauer der Tätigkeiten dessen Weisungen.

 Die Berufsgenossenschaften finanzieren sich (mit Ausnahme der landwirtschaftlichen BG) ausschließlich aus den Beiträgen der Unternehmer !                                               Daher wird die gesetzliche Unfallversicherung vom Arbeitgeber finanziert, eine namentliche Anmeldung des Beschäftigten erfolgt nicht, der Arbeitgeber muss lediglich das gezahlte Arbeitsentgelt – Lohnnachweis – an die Berufsgenossenschaft melden.

 Tipp:                                                                                                                                                                                                           Unternehmer (m/w) unternehmerähnliche Personen und Ehegatten oder Lebensgefährten von Unternehmern sind nicht gesetzlich Unfallversichert ! Diese Personen können sich freiwillig versichern.

Als Arbeitsunfälle SGB VII §8 Absatz 1 gelten Unfälle, die Versicherte infolge Ihrer Arbeit oder  auf Dienstwegen (alle mit der Arbeit verbundenen Dienstfahrten) erleiden.

Ein Unfall ist ein von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis, das zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führt.

Dieser gesetzlich festgelegte Unfall – Versicherungsschutz für Arbeiter besteht auch auf dem unmittelbaren Weg zur und von der Arbeit (=Wegeunfall).

Welches Verkehrsmittel der Arbeitnehmer benützt steht im dabei frei.

Entschädigt werden die im Zusammenhang mit dem Unfall stehenden Unfallfolgen für Körper –und Gesundheitsschäden, jedoch keine Sachschäden.

Tätigkeiten, die nicht dem Unternehmen dienen, sondern privaten Zwecken z.B. einkaufen, spazieren gehen usw. sind nicht versichert!

Der Verlust oder die Beschädigung eines Körperersatzstückes gilt auch als Gesundheitsschaden.

 Beispiel für einen Arbeitsunfall:                                                                                     Ein bei der Firma angestellter Maurer = versicherte Person, führt für die Firma Arbeiten aus, bei dem er auf dem Gerüst steht. Er stürzt zu Boden = Unfallereignis durch betriebliche Tätigkeit = äußeres Ereignis und erleidet dabei Knochenbrüche                        =  Gesundheitsschaden.

In dem Sinne: Bleiben Sie Gesund !